Risiken bei einer Unternehmensnachfolge absichern

von Thomas Hammer

Absicherung in der Unternehmensnachfolge

Erfahrungsgemäß kann eine Unternehmensnachfolge nur erfolgreich sein, wenn sie die Risiken des Übergebers, des Übernehmers, somit auch des Unternehmens und der Belegschaft berücksichtigt und hinreichend absichert.

Notfallplanung bedenken

Schon im „laufenden Geschäftsbetrieb“, also auch unabhängig von einer geplanten Unternehmensübertragung, sollte es mindestens eine Notfallplanung geben. Unternehmen bedürfen nun mal in der Praxis leider zu einem hohen Anteil auch einer geordneten Nachfolge im Falle von unerwarteter Krankheit, Unfall oder Tod des Unternehmers. Leider viel zu oft ist in der tgl. Praxis aber zu beobachten, dass für eines oder mehrere der folgenden Themen keine Regelung getroffen wurde:

  • Stellvertretungen
  • Bevollmächtigungen
  • Bankkonten und Kreditverträge
  • Versicherungsverträge
  • Gesellschafter- und Mietverträge
  • Eine Aufstellung der Daten von mit dem Unternehmen verbundenen Beratern, wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Bankansprechpartner, Versicherungsansprechpartner
  • Eine Liste mit wesentlichen Daten der wichtigsten Kunden und Lieferanten
  • Dokumentation und Aufbewahrungsstelle wichtiger Dokumente, Zugangsdaten und Schlüssel

Nur ein Beispiel: verstirbt der Unternehmer ohne hinreichende Regelungen und hinterlässt minderjährige Kinder, kann es durchaus sein, dass künftige unternehmerische Entscheidungen auch vom Vormundschaftsgericht mit getroffen werden…

Neben diesen – an sich selbstverständlichen Dingen – legen wir Wert auf die Prüfung bestehender Absicherung und Vorsorge. Und das in folgenden drei Bereichen:

Absicherung des Unternehmers

    • Gibt es inhaltlich und der Absicherungshöhe nach hinreichende Vorsorge für die Risiken Krankheit, Invalidität und Tod
    • Wie ist die bisherige Absicherung und Altersvorsorge des Unternehmers mit dem Unternehmen verbunden und wie sehen Lösungsansätze dafür aus.
    • Wie kann der ggf. Wert des Unternehmens sinnvoll in den Vermögensaufbau/ die Altersversorgung des Unternehmers integriert werden

Absicherung des Nachfolgers

  • Welche Absicherung für die relevanten Risiken besteht und wie ist deren Verhältnis zum Vorhaben
  • Welche Vorsorge besteht, was ändert sich grundsätzlich, welche Alternativen gibt es und wie sinnvoll ist deren Einbindung unter persönlichen und Effizienz- Gesichtspunkten
  • Einbindung unter persönlichen und Effizienz- Gesichtspunkten
  • Welche Risiken kommen im Zusammenhang mit der Übernahme hinzu und welche Absicherungsmöglichkeiten bestehen

Absicherung des Unternehmens

  • Welche Risiken bestehen unternehmensseitig und wie sind diese abgesichert
  • Was ändert sich künftig und welche Notwendigkeiten resultieren daraus
  • Welche betrieblichen Optimierungs- und Mitarbeiterbindungs- und Motivierungs-Möglichkeiten gibt es
  • Sind Besonderheiten aus dem Sozialversicherungsrecht sind für z.B. angestellte Familienangehörige zu beachten Unternehmen

Diese Aufzählung ist nur beispielhaft und keinesfalls vollumfänglich. Schließlich sollen teils existenzgefährdende Risiken ermittelt und gelöst werden. Die Übersicht soll lediglich aufzeigen, dass es erfahrungsgemäß fach- und themenüber-greifend einiges zu beachten und zu bedenken gilt. Das ist durchaus einer der Gründe, der zu unserem sparten-übergreifenden Netzwerk geführt hat…...

 

Zurück